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Integrierter Medienunterricht - Erfahrungen vorhanden?

Beitrag verlinken am 21.05.2009 geschrieben
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Andreas, schade, dass Du diesen Eindruck hast. Er steht völlig konträr zu meinen durchweg positiven Erfahrungen.

Mit den pop-ups habe ich - trotz aktivierter Pop-Up Unterdrückung - gar keine Probleme. Ich kann mich auch intutiv in lo-kompakt bewegen - natürlich habe ich mir das System erst einmal angesehen. Nach dem ersten "Warmwerden" bin ich aber bestens damit klar gekommen.

Mein Eindruck ist, dass lo-kompakt im Vergleich zu Moodle deutlich einfacher in der Handhabung ist, wesentlich sinnvollere Funktionalitäten offeriert (bzw solche überhaupt besitzt) und darüber hinaus mit einer ansprechenden Optik aufwartet.

Moodle habe ich sowie diverse Kollegen ausprobiert und wir alle haben, unabhängig voneinander, schnellstmöglich die Finger davon gelassen.
Beitrag verlinken am 21.05.2009 geschrieben
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Tja - da scheinen persönliche Nutzungsprofile doch eine Menge Anteil an der Gesamtbewertung eines Systems zu haben .

Ich muss aber sagen, dass ich an Moodle auch mehrere Jahre "gekaut" habe, bis ich mich drauf einlassen konnte. In Baden-Württemberg kommt man aber mit einem anderen System nicht weit, weil Moodle vom Land massiv gepusht wird und daher auch offizielle Fortbildungen dafür angeboten werden.

Na ja. Ich hab inzwischen versucht, aus o.g. Gründen meinen Frieden mit Moodle zu machen. Ist nicht das beste System, aber in der gegenwärtigen Situation in B-W das einzige, was überhaupt eine Chance auf Akzeptanz hat.
Beitrag verlinken am 21.05.2009 geschrieben
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Hallo zusammen,
ich will mich jetzt hier doch mal zu Wort melden, zum Thema Medien und Unterricht und Moodle.
Ich verwende seit 4 Jahren Moodle als virtuelles Klassenzimmer in all meinen Klassen (ich unterrichte Englisch) und sehe eure Probleme mit den fehlenden Deputatsstunden so überhaupt nicht.
Die Medien haben "dienende Funktion", d.h. ich bzw. die Schüler setze sie dann ein, wenn ich etwas bestimmtes erreichen will- also z.b. MindMap zum Strukturieren von Gedanken, Podcast für den Sprachunterricht, Wiki zum kollaborativen Arbeiten, Foren für die Kommunikation - zum Austatusch und zur Diskussion von einzelnen Themen, Videos zum Einstieg ins Thema etc, .
Dabei braucht man dann nicht mehr Zeit zu investieren, da die Medien (z.b. Aufnahme mit Audacity) ganz einfach mit gelernt werden, wenn man sie braucht. Und Moodle bietet uns zum Embedden der Web 2.0 Elemente so viele Möglichkeiten, unseren Unterricht interessant zu gestalten, daß man keine zusätzlichen Installationen, Plattformen etc braucht, weil man sich alles in den Kurs direkt reinholen kann. Wenn jemand von euch daran interessiert ist, so einen Kurs mal anzusehen, bitte germe bei mir melden.

Ach so, noch eine Frage: Was stört euch an Moodle, bzw was fehlt euch bei diesem System?
Beitrag wurde am 21.05.2009 vom Verfasser bearbeitet
Beitrag verlinken am 21.05.2009 geschrieben
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Die Medien haben "dienende Funktion", d.h. ich bzw. die Schüler setze sie dann ein, wenn ich etwas bestimmtes erreichen will- also z.b. MindMap zum Strukturieren von Gedanken, Podcast für den Sprachunterricht, Wiki zum kollaborativen Arbeiten, Foren für die Kommunikation - zum Austatusch und zur Diskussion von einzelnen Themen, Videos zum Einstieg ins Thema etc, .


Das sehe ich genauso - deswegen möchte ich ja möglichst weg vom reinen Medienunterricht, in dem die Medien der Lerngegenstand sind. (s.o.)

Dabei braucht man dann nicht mehr Zeit zu investieren, da die Medien (z.b. Aufnahme mit Audacity) ganz einfach mit gelernt werden, wenn man sie braucht.


Klar - allerdings setzt das auch voraus, dass der Lehrer die entsprechende Kompetenz hat. Außerdem bleiben Themen wie Social Networks, Netiquette, Datenschutz etc. wohl oft auch ganz außen vor. Denn für diese Themen eine Anbindung an den Bildungsplan in Deutsch oder Englisch zu finden, wird den meisten Kollegen schwer fallen (ich sage nicht, dass man diese Anbindung nicht finden KANN, nur dass viele Kollegen in diesen Themen selbst zu wenig bewandert sind, als dass sie das an vorhandene Themen anbinden könnten).

Daher gibt es an unserer Schule die zwei Poolstunden "Medien" - eine in 7, eine in 8. Da sollen u.a. solche Dinge gelernt werden (und bisher auch Dinge wie "Office" etc.).

Um nun das von Dir genannte Paradigma von den dienenden Medien zu erfüllen, braucht es bei uns ein organisatorisches Konzept, um die beiden Poolstunden so in den Stundenplan zu integrieren, dass ein Fachkollege zusammen mit einem "Medienexperten" im Fachunterricht Medien dienend einsetzen kann. Nach diesem Konzept suche ich (hier).

Ideal wäre natürlich, wenn JEDER Fachkollege das ohne "Experten" machen würde - aber das ist momentan unrealistisch.

Ach so, noch eine Frage: Was stört euch an Moodle, bzw was fehlt euch bei diesem System?


Ich halte Moodle für ziemlich schwerfällig. Zu viele Klicks für einfache Aufgaben. Außerdem könnte das Interface deutlich eleganter und leichter zu navigieren sein. Das Verschieben von Aktivitäten nach oben oder unten in einem Block wäre ein Beispiel: Bearbeiten einschalgen > auf Pfeil nach oben klicken > Zielstelle aussuchen > Bearbeiten ausschalten. Dazwischen lädt jedes Mal die komplette Seite neu. Ich habe hier zu Hause eine 384 kbps DSL Leitung (Standard ist heute 6000 kbps) - da dauert das Reload einer Seite schon mal 3-4 Sekunden. So macht das Arbeiten keinen Spaß.

Hast Du schon mal Basecamp benutzt? Da gruppiere ich Dinge um, indem ich sie im Browser per Drag & Drop verschiebe. Das ist dann ein Schritt im Gegensatz zu der o.g. Kette. Basecamp ist natürlich kein LSM, aber Moodle ist in puncto Benutzerfreundlichkeit und Design ein typisches OpenSource Projekt: Viele Features, aber kein übergreifendes Design-Konzept, bei dem mal jemand sagt: "Dieses Feature muss raus - das braucht keiner und es macht das Interface unübersichtlich". (Ich schreibe mich gerade in Rage, wie Du merkst - Interface Design ist ein bisschen mein Steckenpferd - daher "leide" ich auch an Moodle regelmäßig).




Beitrag verlinken am 22.05.2009 geschrieben
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Ich habe das Thema "Usability" in den verschiedenen LSM hier etwas näher beleuchtet:

http://www.rete-mirabile.net/lernen/lo-net-moodle-basecamp-vergleich
Beitrag verlinken am 24.05.2009 geschrieben
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Noch mal zurück zur Ausgangsfrage (etwas umformuliert): gibt es bei Euch Medienunterricht? Wie ist der organisiert? Ist er an Fachunterricht angebunden oder separat?

Würde mich über jede Art von Rückmeldung freuenn.
Beitrag verlinken am 24.05.2009 geschrieben
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Einbeziehung des Kollegiums: Im Zuge der Arbeit am Mediencurriculum haben wir eine große (fach- und stufenbezogene) Umfrage durchgeführt, diese bezog sich v.a. auf die derzeitige Verwendung "Neuer Medien" und darauf, was die KollegInnen künftig verbindlich oder fakultativ nutzen wollen. Daraus haben wir das Mediencurriculum erstellt, in dem klar geregelt ist, was in welchem Fach und in welcher Stufe an Software, Hardware, Online-Angeboten etc. zu nutzen ist.
Andererseits gibt es an unserer Schule in den Klassen 1 uns 2 jeweils Einführungskurse in Anwendungen (Text- und Bildverarbeitung, Internetarbeit), die inhaltlich aber häufig an die jeweiligen Themen in Deutsch und Sachunterricht gekoppelt sind.
Durch diese Einführungen sind unsere Kinder in der Lage, unabhängig im Unterricht am Rechner zu arbeiten. Und das tun sie. Natürlich bspw. Antolin, aber auch vorhandene Software oder Internetangebote werden genutzt.
Parallel dazu bieten wir im Wahlpflicht- und Nachmittagsbetrieb (Ganztagsschule) verschiedene Kurse an, z.B. Hörspiel- und Filmproduktion.
Wir arbeiten nicht mit Moodle, sondern SchulCommSy - auch das können Zweitklässler schon prima nutzen (wenn auch vorerst eher passiv, aber nicht nur).
So machen wir das.
Beitrag verlinken am 02.06.2009 geschrieben
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Danke für die Rückmeldung. Ich hätte noch einige Anschlussfragen - wenns zu viele sind, einfach nur einige beantworten

* Wie viele Klassen und Kollegen habt Ihr?

* Wie habt ihr die Erstellung des Mediencurriculums organisiert

* Wer hat mitgewirkt?

* Wie ist die Akzeptanz des Mediencurriculums?

Beitrag verlinken am 04.09.2009 geschrieben
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lieber andreas,
irgendwie ist mir mixxt abhanden gekommen (keine updates, infos etc.) daher blieb mir bis heute auch verborgen, dass du nachfragen hattest... entschuldige bitte!!!
ich versuchs mal:

* Wie viele Klassen und Kollegen habt Ihr?
13 klassen, einschließlich zweier vorschulklassen

* Wie habt ihr die Erstellung des Mediencurriculums organisiert
ich habe einen anklickfragebogen erstellt, in dem für jedes schulhalbjahr, fach und klasse angeklickt werden sollte, ob die kollegInnen selbst dort etwas für verbindlich oder fakultativ ins mc eingetragen haben wollten. das dann jeweils unterteilt in technik, software, onlineangebote.
anschließend habe ich das ausgewertet und das ergebnis als mediencurriculum festgeschrieben. nicht ich habe es also letztlich geschrieben, sondern das kollegium selbst.,

* Wer hat mitgewirkt?
naja, beim erstellen ich , beim ausfüllen (fast) alle.

* Wie ist die Akzeptanz des Mediencurriculums?
es war - trotz der recht einfachen handhabung - wohl recht viel für alle. der medienentwicklungsplan - in dem das mediencurriculum enthalten ist - wurde beschlossen. allerdings wollen sich die fachkonferenzen noch mal mit dem mc befassen (das hatten wir auch schon im letzten schuljahr vor, aber dazu ist es aus zeitgründen nie gekommen...)
ursprünglich wollte ich als moderatorin in die fachkonferenzen, um jeweils fachspezifische mc's zu entwickeln. ich bin selbst gespannt, wie das in diesem schuljahr weitergeht...
lg, anja.
Beitrag verlinken am 04.09.2009 geschrieben
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ups, die kollegInnenzahl...
ich glaube, etwa 25 zur zeit.
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