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- NLP im Unterricht
Ich hatte eine Session über "NLP im Unterricht" vorbereitet und registrierte mit Erstaunen, dass mich viele mit Erstaunen anschauten. Die Begriff scheint nicht sehr bekannt zu sein. So kamen auch lediglich 3 Personen zu der Session.
Das NLP - Kommunikationsmodell und die Grundannahmen des NLP gestatten es, eine Lernsituation so zu gestalten, dass die Lehrer- / Schülerkommunikation sich kraft- und ressourcevoll entwickeln kann. Es geht dabei weniger darum was ich sage, als wie ich es sage und ob ich überhaupt etwas sagen muss.
Wir reden im Unterricht bekannterweise viel zu viel und hören viel zu wenig. Viele Gruppenprozesse lassen sich jedoch wesentlich effektiver und mit weniger Kraftaufwand nonverbal steuern. Aber wie kommuniziert man nonverbal um bspw. eine Klasse zur Ruhe zu führen?
Viele alte Lehrer machen das aus dem Bauch heraus, sie haben irgendwann herausgefunden wie es geht. Leider findet man dieses Wissen kaum in der Lehrerausbildung. Ich habe in meiner Schule einen Kurs für Neueinsteiger gegeben. Es waren dabei oft kleine Hinweise, die im Unterricht den wesentlichen Unterschied gemacht haben. Etwa die Art der Atmung oder die Blickrichtung beim Eintreten in den Klassenraum.
Was mich jetzt interessiert, wer kennt oder kennt nicht diese Kommunikationsmethoden?
Welche Erfahrungen liegen vor / liegen nicht vor? Welche Ergebnisse wurden erreicht?
Ich freue mich über jeden Beitrag.
Vor meinem Studium habe ich eine Ausbildung zum "NLP Business Master" gemacht. Im Studium wurde NLP von meinen Dozenten eher skeptisch betrachtet, daher habe ich mich damit zurück gehalten, wenn es um Methoden im Unterricht ging. (Es ist wohl wie mit Twitter, Menschen die es nicht kennen oder versucht haben rümpfen die Nase darüber.) Allerdings bin ich von NLP durchaus überzeugt und freue mich umso mehr jemanden mit NLP Erfahrungen aus dem Schulbereich gefunden zu haben. (Infos zu NLP für Lehrer kann man auch unter: http://www.nlpaed.de bekommen.)
Leider werde ich das Gefühl nicht los, dass NLP eine Art Geldmachmaschine ist. Die Ausbildungskosten sind gesalzen, was ich sehr kritisiere!
Gruß aus Oldenburg
Thorsten
jetzt bin ich aber angenehm überrascht. Finde ich schön, dass Du Dich ebenfalls mit NLP beschäftigst.
Es gibt verschiedene Modelle, die ich ausprobiert habe. Beispielsweise die Arbeit mit Geschichten und Metaphern. Den Schülern habe ich gesagt, dass sie nur zuhören bräuchten ohne sich etwas zu merken, dann habe ich eine Geschichte mit BWL-Hintergrund erzahlt und später abgefragt
Das Ergebnis war beeindruckend, eine Notenstufe besser als normalerweise.
Vielversprechend ist auch die Erarbeitung von Lernstrategien. Ich habe die konstant besten Schüler gefragt, wie Sie sich auf Arbeiten vorbereiten. Deren Strategien waren druckreif.
Am wirksamsten ist jedoch die Arbeit mit Glaubenssätzen. Ich habe es mehrfach erlebt, dass die Ersetzung eines hinderlichen durch einen ressourcevollen Glaubenssatz sofort zu signifikant besseren Leistungen führt. Ohne zusätzliches Lernen!!!
So ist ein tief verwurzelter Glaubenssatz der Schüler, dass sie faul sind. Alle 28 Schüler einer Klasse waren dieser Ansicht, für dumm hielten sich nur 2 Schüler. Wie kommen die dazu?
Ist es nicht eher so, dass die stressvollste und anstrengenste Zeit des Lebens die Schulzeit ist?
Setze man mal 10 Lehrer für 2 Wochen auf die Schulbank, die benehmen sich nach kurzer Zeit voll daneben --- sag ich mal so. Naja gut ich schweife etwas arg ab.
Gruß und gute Nacht
Herbert
ich denke, dass NLP als Disziplin vom "Wie" der Kommuikation eine enorme Bereicherung für die Pädagogik sein kann.
Bislang wurde NLP hauptsächlich anhand von Anwendungen in den Bereichen Coaching und Business gelehrt. Eine Lehrerin mit NLP-Practitioner sagte mir einmal, dass NLP für Lehrer nicht interessant sei. Sie könne doch nicht vor der ganzen Klasse ein "Reframing" mit einem Schüler machen. In der Tat: Sie meinte wahrscheinlich das in vielen NLP-Practitioner-Ausbildungen gelehrte "Six-Step-Reframing". Als Einzelcoaching-Format ist das natürlich nichts für die Klasse.
Lehrer sind weder Einzelcoachs noch Verkäufer, sie sind Trainer. Und sie arbeiten unter Bedingungen, die deutlich härter sind als die der meisten freiberuflichen Trainer: Wechselnde, inhomogene und große Gruppen von Teilnehmern ("Schülern"
Das NLP, das Lehrer brauchen, wurde bisher noch am ehesten in der NLP-Trainer-Ausbildung gelehrt. Um da teilnehmen zu können muss man aber erst den Practitioner und den Master gemacht haben, also ca. 5000 Euro Investition und 2 Jahre Ausbildung als Vorbedingung für die Teilnahme. Und dann die Trainer-Ausbildung bezahlen und absolvieren. Und auch danach ist man noch nicht auf die zahlreichen Besonderheiten im schulischen Umfeld vorbereitet.
Seit kurzem gibt es Abhilfe: Der www.nlpaed.de hat zertifizierte Ausbildungen entworfen, in denen NLP anhand von Anwendungen im Klassenraum gelehrt wird. Themen sind z.B. Feedback-Techniken, Nonverbales Klassenraum-Management, Prävention von Störungen und NLP-basierte Lernstrategien. Das kann der Lehrer vom ersten Tag an einsetzen.
Die Ausbildungskosten können sehr günstig sein, wenn man EU-geförderte Seminare besucht, siehe etwa www.marc-ortlieb.com . Dort ist eine Ausbildung zum Practitioner (nlpaed) in Planung für Sommer 2010.
Liebe Grüße aus Bremen
Ronald
www.seminarORT-Bremen.de
NLP erlaubt zuerst einmal eine äußerst effiziente Kommunikation und geht davon aus, dass wir alle einzigartig sind und die Welt auf unterschiedliche Weise erleben. Jeder Mensch ist anders und hat seine eigene Art zu sein.
Grundlage von NLP sind sogenannte Grundannahmen.
Bspw.
# Hinter jedem Verhalten steckt eine positive Absicht.
# Jedes Verhalten ist in irgendeinem Kontext nützlich.
# Menschen besitzen bereits alle Ressourcen, die sie für eine Veränderung benötigen.
Wenn wir diese Annahmen als Lehrer und Trainer verinnerlichen könnten, wären andere Ergebnisse im Unterricht möglich. Wir suchen selten nach der positiven Absicht, oder den Fähigkeiten und Ressourcen unserer Schüler.
Mal ein Beispiel dazu: Ich hatte vor den Ferien die Gelegenheit einer Notebook-Klasse bei der Arbeit zuzuschauen. Die Vierergruppe neben mir wirkte lasch und uninteressiert. Drei der vier verließen auch nach kurzer Zeit den Raum. Meine Vermutung war, die seilen sich jetzt ab.
Der verbliebene Schüler zeigte mir danach die bisher von der Gruppe erstellte PowerPoint-Präsentation. Die war ausgesprochen gut, sowohl vom Inhalt als auch von der Aufbereitung.
Jeder hatte einen Teil erstellt und der Schüler vor mir hatte alles koordiniert. Kurze Zeit danach kamen die drei "Abseiler" zurück. Sie waren in der Bibliothek und hatten sich aus einem Buch eine Seite kopiert, die sie jetzt für ihre Arbeit benötigten.
Mein Blickwinkel war wohl etwas schräg gewesen. Ich war weit davon entfernt, die positive Absicht und die Ressourcen hinter dem Verhalten der Schüler sehen zu wollen.
Zurück zu NLP. Viele Grundannahmen lassen sich wissenschaftlich sicher nicht beweisen. Dafür sind es ja auch Annahmen. Aber sie ermöglichen andere Wahrnehmungspositionen und den Wechsel von einer zur anderen Position. Unterricht ist meist auf Inhalte und damit auf richtige und falsche Ergebnisse ausgerichtet. Es gibt hier nur eine richtig richtige Postion.
Viel spannender ist es doch herauszufinden, wie jemand denkt, der zum "falschen" Ergebnis kommt. Wie seine "Sichtweise" ist. Für solche Prozesse sind NLP-Methoden äußerst hilfreich.
Heinz ist 83 Jahre alt, Gründungsvater des NLPaed und anderer Verbände. Er schreibt Artikel in Fachzeitschriften, hält Vorträge an Hochschulen und arbeitet auch als Coach.
Er war vor seiner Pensionierung Schulleiter und Lehrer und engagiert sich für eine bessere, menschlichere Schule.
Das ganze Video kann man unter
http://www.youtube.com/watch
anschauen
Pearl ist in Österreich eine sehr bekannte Trainerin im Bereich Lehrerfortbildung.
Pearl möchte, dass das was Lehrer bereits unbewußt richtig machen ins Bewußtsein zu bringen, damit es zur Verfügung steht. Ein Lehrer, so sagt sie, muß auch in schwierigen Situationen über seinen Emotionen stehen und souverän sein, sonst begibt er sich auf das Niveau der Klasse.
http://www.youtube.com/watch
Leider werde ich das Gefühl nicht los, dass NLP eine Art Geldmachmaschine ist. Die Ausbildungskosten sind gesalzen, was ich sehr kritisiere! Gruß aus Oldenburg Thorsten
Das muss nicht sein.
Ich habe da was geunden da kannst du dir den Practitioner kostenlos anschaun
http://www.nlpdeutschland.com/nlp-practitioner-kostenlos.html
Warum auch Geld zahlen, wenn es was umsonst gibt?
MfG Klara
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