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Hochschulseminar als Blended-Learning-Seminar: Struktur gesucht

Beitrag verlinken am 01.07.2009 geschrieben
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Hallo zusammen,

ich bereite derzeit mein Hochschulseminar "E-Learning an Hochschulen und in Unternehmen" vor, das im Wintersemester wieder stattfinden wird (FH Düsseldorf, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften).

Im letzten Wintersemester habe ich die zur Verfügung stehenden 6 Semesterwochenstunden (SWS) aufgeteilt auf 4 Stunden Präsenz und 2 Stunden Onlinetermin. Beide Einheiten wurden sowohl für Theorie als auch praktische Arbeit genutzt (die Studierenden am Fachbereich haben stets Praxisprojekte in den Seminaren). Diese Struktur war aber (vor allem für mich) sehr anstrengend. Deshalb möchte ich die Termine diesmal anders aufteilen und eher eine typische Blended-Learning-Struktur etablieren, also mit längeren Onlinephasen. In den Onlinephasen müssen natürlich auch feste Termine zur Kommunikation und Betreuung enthalten sein.

Hat jemand von euch Erfahrung damit, ein Hochschulseminar mit festgelegten SWS das Semester hindurch als Blended-Learning-Veranstaltung durchzuführen? Oder habt ihr einfach Ideen, Vorschläge wie ich das machen könnte?

Viele Grüße,
Luka
Beitrag wurde am 01.07.2009 vom Verfasser bearbeitet
Beitrag verlinken am 02.07.2009 geschrieben
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Hallo Luka,

wie wäre es denn wenn du dir eine Community einrichtest in der sowohl die Betreuungssituation gegeben ist, als auch die Möglichkeit der gemeinsamen Wissenskonstruktion?

Wir hatten bei Christian Spannagel mal ein Seminarzusammenschluß in dem eine Gruppe komplett nur Onlinetermine hatte und eine Gruppe Präsenzveranstaltungen. Das Konzept war so aufgebaut, dass sich beide Gruppen zuarbeiten sollten.

Vielleicht hat Christian dazu noch mehr Informationen. Ich werde ihn mal auf deinen Beitrag aufmerksam machen.

Viele Grüße, Melanie
Beitrag verlinken am 02.07.2009 geschrieben
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Hi,

das damals war recht spezifisch auf die Situation angepasst; ich glaube nicht, dass das hier weiterhilft...

Den Gedanken mit der Community von Melanie finde ich auch sehr gut. EInfach bei mixxt was aufmachen und fertig!

Liebe Grüße,

Christian
Beitrag verlinken am 02.07.2009 geschrieben
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Hallo Christian, sicher, das ist nicht das Anforderungsprofil von Luka. Das war mir schon bewusst. Nur hast du dort eben beides betrieben (Blended Learning in Seminaren), wenn auch mit unterschiedlichen Zielsetzungen. Dachte nur, du hättest evtl. weitere Ideen. Lg Mel
Beitrag verlinken am 03.07.2009 geschrieben
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@Melanie Ja, klar. Ich glaube nur, dass man gar nicht so ohne weiteres allgemeine Tipps geben kann. Das hängt stark von der Lerngruppe, von den Inhalten usw. ab. Allgemeine Tipps zu "Blended Learning" sind vermutlich genau so hilfreich wie Tipps zu "Matheunterricht".
Beitrag verlinken am 03.07.2009 geschrieben
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Hallo Melanie, hallo Christian,
hallo alle anderen,

vielen Dank für eure Anregungen.
Eine Situation ist immer spezifisch

In diesem Fall ist es so, dass die Studierenden eben auch ein praktisch orientiertes Projekt umsetzen. Sehr wahrscheinlich ein E-Learning-Konzept für ein Unternehmen, dass seinen Kunden zusätzlichen Support in der Softwareanwendung bieten will.
Das bedeutet für meine Konzeption aber auch, dass ich recht unterschiedliche Erfordernisse unter einen Hut bringen muß:
- 6 SWS sollen nicht nur auf dem Papier bestehen
- besonders am Anfang des Semesters muß sehr viel Grundlagenwissen vermittelt werden, z.T. durch Vorträge meinerseits, z.T. durch eigenes Erarbeiten und Vorstellen der Ergebnisse seitens der Studierenden
- die Kommunikation zur Ideenfindung für das Projekt
- die Kommunikation und vor allem Kollaboration während der Projektarbeit

Ich werde wie im letzten Wintersemester ein LCMS (und zwar Dokeos) nutzen, dass mir von Dokeos Deutschland samt Hosting zur Verfügung gestellt wird. Kommunikationsmittel wie Foren und Chat sind dort ebenfalls integriert. Ein Wiki gibt es da allerdings leider noch nicht, einen Weblog auch nicht. Das würde dann für eine technologische Erweiterung sprechen, z.B. durch mixxt. Außerdem würde ich gerne gleich von Anfang an alles möglichst integriert haben, z.B. mittels pageflakes, netvibes oder protopage (letzteres nutze ich selber).

Ihr seht, die Sache hat eine gewissen Komplexität und daher "schwimme" ich noch etwas hinsichtlich der zeitlichen Strukturierung.

Viele Grüße,
Luka
Beitrag verlinken am 03.07.2009 geschrieben
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Hi,

"Luka Peters":

- besonders am Anfang des Semesters muß sehr viel Grundlagenwissen vermittelt werden, z.T. durch Vorträge meinerseits, z.T. durch eigenes Erarbeiten und Vorstellen der Ergebnisse seitens der Studierenden


Ist das wirklich so? Das klingt so wie "Lernen von allen Grundlagen auf Vorrat, weil sie das später brauchen". Gerade die projektartige Struktur deines Seminars ermöglicht es den Studenten doch, sofort zielorientiert zu arbeiten. Die "Grundlagenvermittlung" am Anfang hemmt dabei nur ungemein. Können die Grundlagen nicht "währenddessen" vermittelt werden, unter Umständen nicht durch Vorträge von dir, sondern durch entsprechende Selbstlernmaterialien (Texte, Videos, ...) und durch eine entsprechende Suppport-Struktur (Forum, ...)?

Viele Grüße,

Christian

Beitrag verlinken am 03.07.2009 geschrieben
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Hallo Christian,

vielen Dank für deine Frage.
Es ist ein gemischtes Lernen, also einerseits Grundlagenvorträge von mir (vor allem zu den theoretischen Aspekten wie z.B. Lern- und Motivationstheorien, aber auch Projektprozesse), andererseits praktisches Erarbeiten weiterer Grundlagen (vor allem Technologien und Methoden kennenlernen).
Ich halte nichts davon, die Studierenden ALLES sich gegenseitig zu lehren (z.B. in Form von Referaten). Man sieht das oft bei Kolleginnen und Kollegen, dass dann nicht mal Fehler der Referate korrigiert werden. Aber ich lege schon den Schwerpunkt, wo immer möglich, auf die eigene Informationsrecherche und -entwicklung.

Edit: Und die 6SWS müssen ja auch erfüllt werden. Das kann man, glaube ich, nicht komplett online machen.

Viele Grüße,
Luka
Beitrag wurde am 03.07.2009 vom Verfasser bearbeitet
Beitrag verlinken am 03.07.2009 geschrieben
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Hi Luka,

es geht mir eigentlich nur um das "erst" mal die Grundlagen vermitteln. Selbstverständlich müssen bestimmte Grundlagen erarbeitet werden, aber wirklich "erst"?

Beitrag verlinken am 03.07.2009 geschrieben
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Ich mach es beispielsweise momentan so in meinem Seminar: Die Studierenden arbeiten an Projekten, und wir treffen uns einmal in der Woche offline, um den Fortgang der Projekte zu diskutieren und Probleme gemeinsam zu klären. Es finden also offline-Treffen statt, ohne gehts nicht. Aber offline Treffen ist nicht gleichbedeutend mit "Vorträge zu Grundlagen hören".

Hier sehe ich die Chance, auch Grundlagenerarbeitung anzuknüpfen: Wenn in den Projekten etwas nicht klappt, besteht ein Anlass, die entsprechenden Grundlagen aufzuarbeiten. Hierzu kann man den Teilnehmern einen Text, Video, sonstwas geben und in der nächsten Sitzung darüber sprechen (oder online in einem Forum darüber diskutieren) Der Vorteil: Es gibt bereits aus den Projekten heraus den entsprechenden Anlass. Grundlagen vorher auf Vorrat zu erarbeiten ist motivationsmäßig eben eher ungünstig ("Später werdet ihr das brauchen...").


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