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Wie an einer Schule mit Handys, MP3-Playern, Laptops und dem www umgehen?

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Beitrag verlinken am 12.02.2009 geschrieben
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Über Handyeinsatz im regulären Unterricht wird hier ja schon diskutiert. Die an mich gestellte Herausforderung hat damit zwar zu tun, geht aber in eine ganz andere Richtung – deshalb ein neuer Thread.

In den letzten Wochen hatten wir an unserer Schule 1. einen pädagogischen Abend für Eltern und 2. einen pädagogischen Tag der Lehrer und Lehrerinnen. Zu beiden Anlässen waren die Jugendbeauftragten der Polizei anwesend und klärten über Risiken im Internet und rechtliche Fragen bezüglich dieser Risiken auf. – Das hat viele ganz schön erschreckt!

Nun trat die Schulleitung mit einer Frage an mich heran, um die ich mich, gemeinsam mit einem Kollegen und einer Kollegin, bis zur nächsten Gesamtkonferenz kümmern soll: »Was machen wir jetzt mit diesen Informationen? Wie gehen wir an der Schule weiter mit diesem Thema um?«

Ich stelle diese Frage hier in den Raum, vielleicht gibt es ja (positive) Erfahrungen, an Schulen bereits bestehende Absprachen zu diesem Thema etc.

Was mir bislang zu dem Thema eingefallen ist oder in Gesprächen mit Kollegen an mich herangetragen wurde:
1. Das Wissen der Schüler und Schülerinnen um die rechtlichen Fragen, die mit dem Netz verbunden sind, ist quasi nicht vorhanden. Hier muss Aufklärung geschehen (idealerweise schon ab Klasse 5).
2. Persönlich bin ich der Meinung, dass Schülerinnen und Schüler an produktive Formen des Umgangs mit dem Netz herangeführt werden müssen. (Wie sag ich es den Kollegen, die der Netzwelt skeptisch gegenüber stehen?) – Also: Nicht pauschale Einschränkung, sondern Nutzung der vorhanden Geräte zur produktiven Gestaltung von Lernprozessen (Geht das? Wie?)

Ich freue mich auf Anregungen jeglicher Art zu diesem Thema. Mein Ziel wäre, dem Erschrecken nach dem Auftritt der Polizei die Ängste ernst zu nehmen und trotzdem für die Chancen der Nutzung digitaler Medien im Unterricht und an der Schule zu plädieren. Strategietipps?
Beitrag wurde am 12.02.2009 vom Verfasser bearbeitet
Beitrag verlinken am 13.02.2009 geschrieben
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"Torsten Larbig":


Nun trat die Schulleitung mit einer Frage an mich heran, um die ich mich, gemeinsam mit einem Kollegen und einer Kollegin, bis zur nächsten Gesamtkonferenz kümmern soll: »Was machen wir jetzt mit diesen Informationen? Wie gehen wir an der Schule weiter mit diesem Thema um?«



Da hier keine weiß, was mit "diesen" Informationen gemeint ist, lässt sich auch schwer etwas dazu sagen. Zudem ist völlig unklar, was denn genau an Eurer Schule läuft, welche Einsatz des Internets es gibt etc. ... Es erscheint mir sinnvoll die Fragestellung ausschließlich an konkreten Fallbeispielen zu betrachten: Lehrer xy will DAS machen, wo sind Fallstricke?
Der größte Komplex sind ja Urheberrechtsverletzungen - da gibt es aber reichlich Infos im Netz.

....
Beitrag verlinken am 16.02.2009 geschrieben
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So: Ich sollte meine oben gestellte Frage noch einmal konkretisieren.


Es ist wohl so, dass für viele die Informationen der Polizei recht erschreckend waren. Es ging um Gefährdungen von Jugendlichen durch den oft einfachen Zugang zu Seiten mit sexuellen Inhalten, aber auch um die Nutzung von YouTube (HappySlapping & Co.) Es ging um rechtliche Fragen und letztlich lief es darauf hinaus, dass die Gefährdungen von Jugendlichen im Netz Legion seien und sei es durch Dritte oder auch nur durch Unkenntnis von rechtlichen Fragen. Es wurden Gewaltspiele vorgestellt, die teilweise über das Netz in Gruppen gespielt werden und so weiter.

Natürlich wurde auch darauf hingewiesen, dass das Netz aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken sei und wir es ja fast alle irgendwie nutzen – aber es blieb bei vielen scheinbar doch erst einmal das Erschrecken über die tatsächlichen potentiellen Gefährdungen im Netz.

Das sind »diese Informationen« die Detlef Teich noch einmal näher erläutert haben wollte.

Und nun steht die Frage im Raum: Wie gehen wir als Schule mit genau diesen Fragen um? Was machen wir mit den sowohl den Eltern als auch den Lehrern zugänglich gemachten Informationen über diese Gefährdungspotentiale?

Für mich ist damit aber auch die Frage verbunden: Wie gehen wir mit den entsprechenden Medien im Kontext Schule um? Handys in der Schule verbieten? Aufklärung über die Rechtslage bereits in der Eingangsklasse? MP3-Player als Träger von potentiell illegal kopierten Inhalten aus der Schule verbannen? – Das sind nicht meine Fragen, aber das sind Fragen, denen ich mich stellen muss, wenn ich im Kollegium über solche Themen ins Gespräch komme.

Persönlich bin ich ja der Meinung, dass wir produktiven Umgang mit Vernetzung zum selbstverständlichen Teil der Unterrichtskultur machen sollten (zumindest die Lehrkräfte, die selbst einigermaßen im Netz unterwegs sind). Das aber hat zunächst einmal gar nichts mit den Informationen zu tun, die wir von der Polizei bekommen haben… Wie also diese Verknüpfung (Computer = potentielle Gefährdung) auflösen?

Vielleicht ist die Fragestellung jetzt klarer. Ich kann zumindest sagen, dass mir Detflef Teichs Nachfrage schon einmal so weit geholfen hat, dass ich beginne klarer zu sehen um welche Fragen und Probleme es eigentlich gehen sollte. Und das ist ja schon einmal ein erster Schritt.

Ich würde mich freuen, wenn sich noch mehr Leute zu diesem Thema rühren könnten, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass nur an unserer Schule solche Themen auf der Tagesordnung stehen. – Ich bin gespannt!
Beitrag verlinken am 16.02.2009 geschrieben
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Hallo Torsten,

das ist in der Tat ein komplexes und kompliziertes Faß, dass du da aufmachst, aber es wird sich sicher eine gute Lösung finden.
Ich kann dir ein paar Beispiele aus unserer Arbeit geben, die in eine ähnliche Richtung tendieren: Wir beschäftigen uns derzeit stark mit der Thematik "Jugendmedienschutz im Internet", darunter fallen Themen wie Selbstdarstellung im Netz, Recht am eigenen Bild, Urhebergesetz, Onlinesucht, aber auch Happy-Slapping und Cyber-Mobbing u.ä.
Wir arbeiten z.T. auch mit der Polizei zusammen und haben beispielsweise zum "Safer Internet Day" gemeinsame Aktionen für Schüler/innen sowie einen Elternabend durchgeführt. Dabei wurde u.a. deutlich, dass die Polizei meist einen restriktiveren Lösungsweg anstrebt als wir Pädagogen, was aber sicher in der Natur der Sache liegt. (Der Kommisar meinte selbst, dass er wohl einen "Polizisten-Tunnelblick" auf die Problematik hätte.)
Wir führen auch einige Projekte an Schulen durch, bei denen es darum geht, dass die Schüler/innen selbst anhand angegebener Links und Quellen Informationen aus dem Internet zusammentragen und sich so eine eigene Darstellung einiger Problemfelder erarbeiten, um dann auch Lösungsmöglichkeiten oder Handlungsanleitungen zu beschreiben. D.h. es geht in diesen Projekten nicht um die "Verdammung" der Medien oder um bloße Warnungen vor potentiellen Gefahren, sondern um einen konstruktiven Ansatz.

Für eure Thematik würde ich eine ähnliche Herangehensweise vorschlagen: Ein Verbot von Handys oder MP3-Playern finde ich den falschen Weg, eine Aufklärung über mögliche Probleme damit ist jedoch durchaus sinnvoll. Auch finde ich Methoden hilfreich, die den Medienkonsum und z.B. die Online-Selbstdarstellung der Jugendlichen hinterfragen: Muss es sein, dass sämtliche Fotos bei StudiVZ erscheinen? Ist digitale Bloßstellung bloß ein harmloser Spaß? Welche Videoclips haben die Schüler/innen auf ihren Handys, wie viel Sex & Gewalt kommt darin vor und warum ist das so interessant? usw.
Zu dem Vorhaben, den "produktiven Umgang mit Vernetzung zum selbstverständlichen Teil der Unterrichtskultur" zu machen, kann ich dir nur zustimmen - wenn man dies mit einer sachlichen Aufklärung und Reflexion verbinden kann klingt das doch nach einem tollen Konzept!
Beitrag verlinken am 14.03.2009 geschrieben
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Hallo,

a) Ich möchte einmal zu Handys und MP3-Playern ein paar ganz grundsätzliche Frage stellen:

* Welchen Sinn haben Handys und MP3-Player an einer Schule?
* Fördern sie irgendeine Kompetenz, die wir uns an einer Schule wünschen?
* Verbessern sie Unterrichtsqualität und Atmosphäre an der Schule oder leisten sie einen Beitrag in diese Richtung?
* Wiegt das Recht auf Ausdruck persönlicher Freiheit höher als das Missbrauchspotential?
* Ist es für mich leistbar, das Missbrauchspotential zu überwachen?
* Ist irgend ein Schüler gefährdet, wenn er sein Handy nicht benutzen darf?

Ich habe meiner 5. Klasse das Mitführen von Handys auf einer Klassenfahrt untersagt und damit fulminant positive Erfahrungen gemacht.

* Konflikte austragen ohne SMS
* Heimweh-Herausforderungen im direkten Mensch-zu-Menschgespräche (inkl. Erfolgserlebnis) ohne überraschend Eltern vor der Tür, die ihr "gequältes" Kind abholen wollten, was sie nachts um 23:00 Uhr heimlich angerufen hat
* Gespräche im Bus statt SMS-Getippe, Herumgespiele
usw.

An unserer Schule dürfen zur Schulzeit auf dem Schulgelände keine Handys eingeschaltet sein (nein, auch nicht stumm). Sichtbare Ohrstöpsel im Unterricht kassiere ich.

Die Herausforderung bilden dabei oft die - Eltern. Ich (handylos aufgewachsen) dürfte eigentlich schon gar nicht mehr leben.

b) Internet

Töchter mit 14-16 Jahren lassen Eltern oft ungern beim Freund übernachten. Sämtliche Übungsversuche zur Kinderzeugung finden in Deutschland nur zwischen 22:00 - 7:00 Uhr statt. Was schützt vor Geschlechtsverkehr außerhalb dieser Zeiten?

Ich kann über die Straße gehen ohne nach links und rechts zu schauen. Oder ich kann es vorher tun. Was schützt mich im Straßenverkehr?

Ja, es gibt Gefahren. Ja, es drohen schwerste seelische Traumata.

Ja, es gibt gewaltige Potentiale. Ja, es gibt gewaltige Möglichkeiten. Ja, es gibt wundervolle Beispiele dafür, was Kinder und Jugendliche im Web tun können.

Stell' zu Hause den Rechner in die Küche, ins Wohnzimmer, dorthin, wo du sehen kannst, was dein Kind im Internet tut. Wenn du nicht da bist, bleibt die Kiste aus.
In der Schule sind Kinder doch bei ihren Erfahrungen betreut - wenn der Lehrer in den unteren Jahrgängen eben nicht sagt: "Such, such!", sondern z.B. einen Webquest vorbereitet (und trotzdem muss ich noch regelmäßig das Rennauto aus dem Flashspiel per Fernsteuerung des Schülerrechners gegen die Wand fahren - aber erst kurz vor dem Highscore natürlich). Mit Material in einem geschützten Raum - z.B. Moodle geht es auch.

Ich tüftle gerade an einer Präsentation zu dem Thema... Nach der Lessig-Methode,,,

Gruß,

Maik
Beitrag wurde am 14.03.2009 vom Verfasser bearbeitet
Beitrag verlinken am 15.03.2009 geschrieben
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Es sind ja hier schon viele Aspekte angesprochen worden und ich denke, dass es die Ideallösung nicht geben wird - ein wichtiger Punkt ist natürlich, um welches Schülerklientel handelt es sich.
Grundsätzlich halte ich das Verbot von mp3-Playern mit der Begründung, es könnten auch illegale Inhalte darauf gespeichert sein, für falsch. Dann müsste man alles verbieten. Und grundsätzlich halte ich es an einer weiterführenden Schule auch für schwer kommunizierbar die Nutzung eines mp3-Player in den Pausen zu untersagen. Warum auch?

Bei der Handynutzung ist das schon etwas komplexer, da ein Handy auch Kommunikation nach "draußen" bedeutet: ich deale mit Drogen, rufe "Freunde" für eine Schlägerei etc ...

Ich habe auch ein recht ambivalentes Verhältnis zu den eingangs beschriebenen "Aufklärungsveranstaltungen" über die Gefahren des Internets für Lehrer und auch Schüler. Warum? Da es (noch) so ist, dass ein Großteil der Lehrer nicht viel mit dem Netz zu tun hat, entsteht ein VÖLLIG verzerrtes Bild, was "die Jugend" da so treibt. Ich bin der festen Überzeugeung, das das Netz eine genaue Spiegelung dessen ist, was auch offline läuft und laufen kann (sprich: die Gefahr, um Geld betrogen zu werden ist online nicht größer als offlin, wenngleich die Medienberichterstattung ein anderes "Gefühl" aufbaut.) Und ebenso finden Urheberrechtsverletzungen, Mobbing, ... offline ebenso häufig statt. Das bedeutet nicht, dass man davor die Augen verschließen sollte, aber ich habe den Eindruck, dass diese Aspekte oft überbewertet werden.
Aufklärung für Schüler: Ich bin ebenso der Meinung, dass die Aufklärung über die Gefahren gleichzeitig immer eine Information darstellt, welchen Mist man eigentlich damit machen kann, und für die meisten durchaus die Erstinformation - dies sehe ich bei der Medienberichterstattung übrigens ähnlich, die m.E. auch durchaus zur Popularisierung bestimmter Phänomene beiträgt - unter dem Deckmantel der Aufklärung ...

Ich versuche Schüler ohne erhobenen Zeigefinger zu informieren, wie die Gesetzeslage im Bereich des Urheberrechts ist, dass sie zumindes WISSEN, ab wann sie rechtliche Grenzen überschreiten. Ich vermittle, WO Medien mit CC-Lizenz zu finden sind. Für diese Informationen sind die Schüler auch durchaus "dankbar", weil sie über die Rechtslage oft wirklich nicht Bescheid wissen ....

Ich bin jetzt durchaus ein wenig vom Thema abgekommen, aber was die Nutzung des www betrifft: Schüler, die von sich aus "Interesse" an den dunklen Ecken des Netzes haben, werde ich nicht davon abhalten, diese auch zu betreten - hier hat "die Schule" und der unterrichtende Lehrer Verantwortung zu tragen, dass dies nicht in der Schule und während des Untericht geschehen kann. Und ich werde auch nicht darüber aufklären, welche dunkle Ecken des Netzes es gibt, um davor zu "warnen", und ich werde auch nicht darauf hinweisen, dass es wenig nett ist, bei youtube Lehrervideos zu veröffentlichen ...

Als ich beim Wandertag mal ein Klasse in den botanischen Garten begleiten durfte, wurden diese von den dortigen Mitarbeitern darüber belehrt, dass es nicht erwünscht ist, die kleinen Bestimmungsschlidchen vor den Pflanzen auszutauschen ... soviel dazu ...

(Anmerkung: In einer 11. Klasse war z.B. nicht bekannt, dass man den google-Browser so konfigurieren kann, dass er Ergebnisse nicht filtert ---- ist doch beruhigend )

Beitrag verlinken am 15.03.2009 geschrieben
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Hallo Maik,

ich kann mich Detlef eigentlich nur anschließen und habe nur noch eine Anmerkung:

Du fragst: "Welchen Sinn haben Handys und MP3-Player an einer Schule?"
Ich würde umgekehrt fragen: "Welchen Sinn haben Handyverbote?" Im Fall von MP3-Sticks kann ich dir noch eher zustimmen, die sind in der Schule wirklich nur störend und keinesfalls gewinnbringend, aber ein Handy ist ein derart potenter Alleskönner, dass man es durchaus gut einsetzen kann bzw. vielleicht sogar einsetzen muss, weil es eben bei den Jugendlichen heutzutage ein nicht mehr wegzudenkendes, höchst bedeutungsvolles Tool ist. Natürlich kann man all dies milde belächeln und ein müdes "früher-ging-es-auch-ohne" dagegenhalten, aber damit ist der Sache doch nicht gedient!
Was helfen denn die ewigen Verbote, wenn sie nur dazu anspornen, umgangen werden zu wollen? (Der Fall Winnenden passt nun wirklich nicht hierher, aber hier geht es ja auch wieder um ein konsequenteres Waffenverbot - obwohl die benutzte Waffe doch für einen 17jährigen verboten war! Und das gute alte Killerspiel-Verbot wird auch hie und da wieder ins Spiel gebracht, obwohl "Far Cry 2", das von Tim K. gespielt wurde, auch keine USK-Jugendfreigabe erhalten hatte!)

Ich weiß aus eigener Erfahrung nur zu gut, wie störend Handys im Unterricht sein können, aber dennoch halte ich es für den besseren Weg, dieses Problem konstruktiv anzugehen und das Handy punktuell in den Unterricht einzubinden: Sei es in kreativer Form (Handy-Fotos oder Videos, SMS-Lyrik o.ä.), im Outdoor-Bereich (GPS-Schnitzeljagd, oder vlg. auch Beitrag von Herbert Just im Forum) oder auch in Verbindung mit E-Learning (beispielsweise gibt es die Software Moodle nun auch bald als mobile Version).
Bei medien+bildung.com arbeiten wir gerade am Projekt "Taschenfunk", um die vielfältigen Potentiale, die das Handy für die Schule bietet, auszuarbeiten und zu konkretisieren. Ein simples Handyverbot erscheint mir hingegen zu plump!

Last but not least: eine Graphik zum Thema "Handyverbot = Computerverbot".
Beitrag verlinken am 15.03.2009 geschrieben
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Ich möchte gerne auf ein Projekt hinweisen, das gut in's Thema passt. Zwar in Englisch, aber es gibt einige recht brauchbare Ziele für den Einsatz von mobile phones im Unterricht und mehr: Cell Phone based, Hand Held Computers for Education (http://www.kellerisd.net/kellerisd/index.php?option=com_content&task=view&id=600&Itemid=921) - vielleicht ein paar Anregungen dabei.
Beitrag verlinken am 15.03.2009 geschrieben
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"Björn Friedrich":

Hallo Maik,

ich kann mich Detlef eigentlich nur anschließen und habe nur noch eine Anmerkung:

Du fragst: "Welchen Sinn haben Handys und MP3-Player an einer Schule?"
Ich würde umgekehrt fragen: "Welchen Sinn haben Handyverbote?" Im Fall von MP3-Sticks kann ich dir noch eher zustimmen, die sind in der Schule wirklich nur störend und keinesfalls gewinnbringend, aber ein Handy ist ein derart potenter Alleskönner, dass man es durchaus gut einsetzen kann bzw. vielleicht sogar einsetzen muss, weil es eben bei den Jugendlichen heutzutage ein nicht mehr wegzudenkendes, höchst bedeutungsvolles Tool ist.
...

Bei medien+bildung.com arbeiten wir gerade am Projekt "Taschenfunk", um die vielfältigen Potentiale, die das Handy für die Schule bietet, auszuarbeiten und zu konkretisieren. Ein simples Handyverbot erscheint mir hingegen zu plump!


Ich persönlich finde dies nur bedingt so:
1. Die Ausstattung der Schüler ist extrem unterschiedlich, was die Leistungsfähigkeit der Geräte betrifft
2. Die online-Nutzung der Handys ist mit Kosten verbunden - von einer Handy Flatrate sind wir weit entfernt
3. Auch wenn sich Schüler mit ihren Geräten auskennen - beim Videoschnitt u.ä. wird die Luft dünn. Das bedeutet, dass die technischen Fallstricke durch die breite Modellpalette extrem hoch sind: "Wie geht das, Herr Teich?"
3. Ich sehe keinen Ansatz, das Handy als regelmäßigen sinnvollen Begleiter im Unterricht zu nutzen (1.+2.+3.) -> daher bleiben die Projekte dann auch Einzelfälle, die DESHALB auch von den Schüler u.U. erst einmal positiv aufgenommen werden
4. Der Schüler möchte nicht "Schule" auf SEINEM Handy haben, die Lernkartei und moodle sind eben Schule und werden auch nicht reizvoller, weil sie auf dem Handy laufen. Das ist wie im Musikuntericht: da denken die Schüler, sie würden lieber HipHop "machen" - aber eigentlich wird eben alles "Schule" und oft funktionieren Sachen, die scheinbar nichts mit ihren Interessen zu tun haben, viel besser, weil eben nicht plötzlich die "eigene" Musik den eigenen "Nutzungsgewohnheiten" entzogen wird.
5. In der momentanen Situation erscheinen mir daher Projekte zum Handyeinsatz ein typische Beispiel dafür, dass gefragt wird: Wir haben die Handys, was geht damit? Und nicht: Was will ich erreichen, was brauche ich dazu.?

Zusammenfasend kann ich sagen, dass ich mir den singulären Einsatz durchaus vorstellen kann und dieser durchaus auch sinnvoll sein kann (ich habe es auch selbst schon erlebt, da sich der Einsatz im Unterricht ergeben hat) - für einen sinnvolle, regelmäßige Nutzung sehe ich in absehbarer Zeit keine Szenarien -- obwohl es sicher bald die ersten iPhone-Klassen gibt, mit freundlicher Unterstützung von T ...
Beitrag verlinken am 15.03.2009 geschrieben
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Herzlichen Dank euch allen für die Diskussionsbeiträge bis hierher und die unterschiedlichen Positionen. Morgen darf ich nun unserer Konferenz das Papier unserer Arbeitsgruppe vorstellen. Damit ihre ihr einen Eindruck gewinnt, worauf meine Vorschläge nun hinauslaufen, habe ich eine Version meiner Überlegungen online verfügbar gemacht. Diese Version ist um all das bereinigt, was sehr schulspezifisch ist und so angepasst, dass es den allgemeineren Rahmen meine Blogs passt (z.B. habe ich Verweise schulinterne curriculare Aspekte rausgenommen, weil diese in andere Kontexte nicht übertragen werden können.)

Ihre findet den Text unter:
http://herrlarbig.de/2009/03/12/herausforderung-medienpaedagogik/
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