Eltern für das Web 2.0 zu begeistern ist sicherlich differenziert zu betrachten. Einige von ihnen sind ja quasi Pioniere des Internets. Die würden sich sicher freuen über mehr Internetfunktionalität im Schulalltag. Ein Eltern-Lehrer-Forum mit Möglichkeiten des Austauschs zu Schul- und bildungsrelevanten Themen könnte vielleicht auch die Eltern animieren, die noch keinen Kontakt mit solchen Medien gemacht haben.
Ich denke, dass es schwer ist Kurse für Eltern anzubieten, würde es aber trotzdem versuchen. Die Eltern, die es interessiert, bringen sich das auch so bei meine ich. Und die, die kein Interesse haben kommen nicht zum Kurs. Ich selbst habe wenig bis keinen Informatikunterricht genossen, und so geht es sehr vielen Menschen. Trotzdem hat es das Internet geschafft das 21. Jh. zu eroberen. Wenn ich sehe, wie intuitiv junge Menschen mit dem Internet umgehen, ohne je wirklich Web 2.0 Unterricht bekommen zu haben, frag ich mich ob die Pädagogisierung des Internets für Erwachsene fruchtbar sein kann. Lehrer können versuchen ihre Eltern mit solchen Medien zu konfrontieren und mit ihnen offene Fragen klären. Wenn sie ein Kurs bevorzugen habe ich nichts dagegen und würde ihn sogar selbst durchführen. Sie allerdings dazu zu animieren oder zu zwingen halte ich für falsch.
Machen wir lieber die jungen Menschen fit, in 20 Jahren sind sie Eltern.
Ich habe in meinem unmittelbaren Freundeskreis keine Eltern, die dem Internet skeptisch gegenüber stehen, ganz im Gegenteil einige wünschen sich sogar mehr davon in der Schule. Wenn wir das Potential dieses Mediums für den Unterricht besser nutzen würden, wäre auch den Eltern geholfen, die wenig Erfahrungen damit haben.