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Das "in the box" ist nicht schlecht... aber zurück: Die ganze ISO Geschichte macht doch eines sehr deutlich: Es gibt sehr viele theoretische Vorlagen (ISO Normen, Lehr- und Lernmodelle usw. usf. ), diese nutzen aber gar nichts, wenn sie nicht umgesetzt werden.
Was schließen wir daraus? Noch mehr Gesetze, Normen und Modelle entwickeln, die dann keiner umsetzt - oder müssen wir einfach sehen, dass hier etwas nicht so funktioniert, wie theoretisch erdacht und entsprechend andere Wege gehen?
Kann man eine ISO Norm einfach überstülpen? In wirtschaftlich geführten Unternehmen mag das gehen, mit all den bekannten Vor- und Nachteilen (siehe Krankenhäuser, Altenheime) - aber im Bildungsbereich?
Was machen wir denn, wenn bestimmte Normen nicht eingehalten werden?
Werden die Stellen dann neu ausgeschrieben und die, die das Konzept nicht in der Arbeit ausführen gekündigt? Das kann nicht die Lösung sein - ich denke Gesetze und Vorschriften helfen uns an der Stelle nicht weiter!
Es muss um eine veränderte Kultur im Bildungswesen gehen, erst dann kann ein neues Paradigma mit neuen Inhalten greifen...
Was schließen wir daraus? Noch mehr Gesetze, Normen und Modelle entwickeln, die dann keiner umsetzt - oder müssen wir einfach sehen, dass hier etwas nicht so funktioniert, wie theoretisch erdacht und entsprechend andere Wege gehen?
Kann man eine ISO Norm einfach überstülpen? In wirtschaftlich geführten Unternehmen mag das gehen, mit all den bekannten Vor- und Nachteilen (siehe Krankenhäuser, Altenheime) - aber im Bildungsbereich?
Was machen wir denn, wenn bestimmte Normen nicht eingehalten werden?
Werden die Stellen dann neu ausgeschrieben und die, die das Konzept nicht in der Arbeit ausführen gekündigt? Das kann nicht die Lösung sein - ich denke Gesetze und Vorschriften helfen uns an der Stelle nicht weiter!
Es muss um eine veränderte Kultur im Bildungswesen gehen, erst dann kann ein neues Paradigma mit neuen Inhalten greifen...
Alexander Rausch:
Das "in the box" ist nicht schlecht... aber zurück: Die ganze ISO Geschichte macht doch eines sehr deutlich: Es gibt sehr viele theoretische Vorlagen (ISO Normen, Lehr- und Lernmodelle usw. usf. ), diese nutzen aber gar nichts, wenn sie nicht umgesetzt werden.
Was schließen wir daraus? Noch mehr Gesetze, Normen und Modelle entwickeln, die dann keiner umsetzt - oder müssen wir einfach sehen, dass hier etwas nicht so funktioniert, wie theoretisch erdacht und entsprechend andere Wege gehen?
Kann man eine ISO Norm einfach überstülpen? In wirtschaftlich geführten Unternehmen mag das gehen, mit all den bekannten Vor- und Nachteilen (siehe Krankenhäuser, Altenheime) - aber im Bildungsbereich?
Was machen wir denn, wenn bestimmte Normen nicht eingehalten werden?
Werden die Stellen dann neu ausgeschrieben und die, die das Konzept nicht in der Arbeit ausführen gekündigt? Das kann nicht die Lösung sein - ich denke Gesetze und Vorschriften helfen uns an der Stelle nicht weiter!
Es muss um eine veränderte Kultur im Bildungswesen gehen, erst dann kann ein neues Paradigma mit neuen Inhalten greifen...
Das "in the box" ist nicht schlecht... aber zurück: Die ganze ISO Geschichte macht doch eines sehr deutlich: Es gibt sehr viele theoretische Vorlagen (ISO Normen, Lehr- und Lernmodelle usw. usf. ), diese nutzen aber gar nichts, wenn sie nicht umgesetzt werden.
Was schließen wir daraus? Noch mehr Gesetze, Normen und Modelle entwickeln, die dann keiner umsetzt - oder müssen wir einfach sehen, dass hier etwas nicht so funktioniert, wie theoretisch erdacht und entsprechend andere Wege gehen?
Kann man eine ISO Norm einfach überstülpen? In wirtschaftlich geführten Unternehmen mag das gehen, mit all den bekannten Vor- und Nachteilen (siehe Krankenhäuser, Altenheime) - aber im Bildungsbereich?
Was machen wir denn, wenn bestimmte Normen nicht eingehalten werden?
Werden die Stellen dann neu ausgeschrieben und die, die das Konzept nicht in der Arbeit ausführen gekündigt? Das kann nicht die Lösung sein - ich denke Gesetze und Vorschriften helfen uns an der Stelle nicht weiter!
Es muss um eine veränderte Kultur im Bildungswesen gehen, erst dann kann ein neues Paradigma mit neuen Inhalten greifen...
Klar, mit einer veränderten Einstellung gehts am Besten... Manche brauchen gar Leidensdruck, wie bei jeder Organisationsentwicklung. ISO 9001 ist speziell für Dienstleistungen wie Bildung. Die ISO 9xxx Reihe ist für andere Zwecke.
Jedenfalls, die Erfolgsbeispiele mit den Erfolgsfaktoren (mehr Qualität bei weniger Unqualitätskosten) liefern seit den 50er Jahren klare Opportunitätsresultate in vielen Branchen weltweit:
http://www.quintura.com/?request=iso+9001+education
http://www.quintura.com/?request=iso+9001+bildung
http://www.amazon.de/s/ref=nb_ss_w?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&url=search-alias%3Daps&field-keywords=iso+9001+bildung&x=0&y=0
Die Erweiterung ist TQM Total Quality Management, wo es um die Qualitätskultur geht.
http://www.amazon.de/s/ref=nb_ss_w?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&url=search-alias%3Daps&field-keywords=tqm+bildung&x=0&y=0
Von einer Vielzahl von Vorgehensweisen ist mir aber nichts bekannt, ISO 9001 und TQM, dann wäre es. Auch CMM Level 5 endet in TQM. Auf dieser Grundlage ist die Fortsetzung mit 21. Jahrhundert Themen besser zu durchdringen.
Wenn die Leute blutlecken, dass die Kultur und die Zufriedenheit sich besser gestalten, dann ist die Motivation fürs Mitmachen von selbst gelegt...
Das kollaborative Erfolgsgeheimnis von Wikipedia und Qualitätsmanagement überlappen sich in vielen Bereichen, wurde ich sagen... Kollaboration ist überhaupt ein Meta-Stichwort für eine erstebenswerte Anforderung bezüglich des 21. Jahrhundert Unterrichts. Nur muss das vorher auch autentisch von Innen implementiert sein.
This video was made because wiki web sites are easy to use, but hard to describe.... Cool häää
Das Gleiche bei Dotsub.com mit Untertiteln kollaborativ erstellt in "38 Sprachen":
http://dotsub.com/view/77366331-a04d-48f0-8cab-cb5e278c4033
am 15.03.2009 von James OReilly bearbeitet.
James OReilly:
Wenn die Leute blutlecken, dass die Kultur und die Zufriedenheit sich besser gestalten, dann ist die Motivation fürs Mitmachen von selbst gelegt...
Das kollaborative Erfolgsgeheimnis von Wikipedia und Qualitätsmanagement überlappen sich in vielen Bereichen, wurde ich sagen... Kollaboration ist überhaupt ein Meta-Stichwort für eine erstebenswerte Anforderung bezüglich des 21. Jahrhundert Unterrichts. Nur muss das vorher auch autentisch von Innen implementiert sein.
Wenn die Leute blutlecken, dass die Kultur und die Zufriedenheit sich besser gestalten, dann ist die Motivation fürs Mitmachen von selbst gelegt...
Das kollaborative Erfolgsgeheimnis von Wikipedia und Qualitätsmanagement überlappen sich in vielen Bereichen, wurde ich sagen... Kollaboration ist überhaupt ein Meta-Stichwort für eine erstebenswerte Anforderung bezüglich des 21. Jahrhundert Unterrichts. Nur muss das vorher auch autentisch von Innen implementiert sein.
Genau. Wenn die Leute merken, dass Veränderung der Kultur auch etwas mit Zufriedenheit zu tun hat... vielleicht dann...
Aber wie wir wissen arbeiten die meisten Pädagogen wie Jean-Pol Martin hochmotiviert und gesund ein Leben lang - oder waren das die Philosophen?
Stimmt bei den Lehrern liegt der Schnitt nochmal bei welchem Alter (Pension), und warum nochmal?
Aber vermutlich hat das nichts mit all dem hier zu tun, oder doch?
Und da war sie wieder die Emotion
Hier noch ein nettes Posting dazu, vielleicht findet sich ja der Ein, oder die Andere wieder... http://www.graubrotblog.de/2009/03/14/unfassbar/
am 16.03.2009 von Alexander Rausch bearbeitet.
Leider bin ich etwas spaet dran, aber ich habe mir im Zuge der Diskussionen um den neuerlichen Amoklauf Gedanken darum gemacht, wie wir Lehrer mit den eher verhaltenen Schuelern umgehen koennen und sollten. Herausgekommen ist ein kurzer Beitrag ueber die muendliche Bewertung introvertierter Schueler, den ich in dem Blog von Jochen Lueders veroeffentlichen durfte: http://www.jochenenglish.de/?p=3206
In Jochens Blog habe ich mich vor einiger Zeit auch damit beschaeftigt, wie wir schuelerseitiger (berechtigter?) Aggression bezueglich Schule - wie sie sich zuweilen auf spickmich.de geaeussert hat - paedagogisch entgegenwirken koennen: http://www.jochenenglish.de/?p=1310
Eventuell findet ihr die Beitraege in diesem Kontext interessant.
In Jochens Blog habe ich mich vor einiger Zeit auch damit beschaeftigt, wie wir schuelerseitiger (berechtigter?) Aggression bezueglich Schule - wie sie sich zuweilen auf spickmich.de geaeussert hat - paedagogisch entgegenwirken koennen: http://www.jochenenglish.de/?p=1310
Eventuell findet ihr die Beitraege in diesem Kontext interessant.
Ich möchte mich an der Diskussion beteiligen und - wenn auch etwas spät - den Kommentar von Melanie aufgreifen, auf den bisher leider noch niemand näher eingegangen ist...
"Was das für mich heißt: alle die ein Kind auf die Welt setzen, müssen entsprechende Bildung erhalten. Cola ist nun mal keine Babynahrung, der Fernseher kein Babysitter und die stille Treppe kein Kinderzimmer.
Da die Generationen sich lieber isolieren und ihrem Ego die Zeit frönen, sind viele Jungeltern auf sich allein gestellt. Im Bus hört man verbale Gewaltattacken gegen Kleinkinder. usw. usf.
Frühkindliche Bildung ist mit Sicherheit keine schlechte Idee, greift aber nicht am Kern der Sache ein.
Mir ist klar, dass auch dies kein Allheilmittel ist, aber umso mehr Eltern wissen, worauf es ankommt in der Erziehung, desto höher ist die Chance, dass die Zahlen der Hilfebedürftigen in Kindergarten und Schule sinken kann."
Hierzu habe ich ein Beispiel, welches vielleicht verdeutlichen kann, dass Erziehung allein, ohne mitwirkende und willentliche Unterstützung der Eltern leider manchmal nicht viel verändern kann, da das Elternhaus nunmal die primäre soziale Umgebung eines Kindes ist.
Nun aber zu meinem Fallbeispiel...
Mir ist ein Fall bekannt, in dem eine Lehrerin einen Schüler von der ersten bis zur vierten Klasse begleitete und in all diesen Jahren relativ erfolglos versuchte, ihn von seinem respektlosen, gewalttätigen Verhalten abzubringen (er war fast täglich auf dem Schulhof in Prügelein verwickelt und zettelte diese häufig an, beleidigte Schüler und Lehrer, verweigerte die Mitarbeit im Unterricht usw.).
Die Lehrerin bemühte sich mit allen möglichen Methoden, dieses Verhalten einzudämmen - zum einen der Erziehung des Schülers willen zum anderen aber auch, um das Lernen und den Schulalltag der Mitschüler friedlicher gestalten zu können.
Sie versuchte ihn positiv zu bestärken, gab ihm täglich nach dem Unterricht in einem kurzen Gespräch feedback zu seinem Arbeits- und Sozialverhalten, um eventuelle Besserungen zu betonen, stand in Verbindung mit dem Schulpsychologen, schloss ihn andererseits aber auch von Klassenausflügen aus, wenn er die Bedingungen, um teilzunehmen, nicht erfüllte und setzte sich nicht zuletzt mit den Eltern in Verbindung, um mit ihnen gemeinsam an dem Problem arbeiten zu können.
Leider stellte sich heraus, dass die Eltern Gewalt ebenfalls als eine völlig normale Umgangs- und Erziehunsweise empfanden und in diesem Punkt nicht im Sinne der Erziehungsarbeit der Lehrerin agieren konnten und wollten.
Somit nützten auch diverse Methoden und Bemühungen recht wenig, da dem Schüler selbst Gewalt im eigenen Elternhaus als Lösung vorgelebt wurde.
Dieses Beispiel stimmt mich persönlich sehr traurig und ich kann mich sehr gut in die lähmende, hilflose Haltung der Lehrerin hinein versetzen, die trotz guter pädagogischer Ausbildung nur bedingt auf den Schüler einwirken konnte.
Ich denke solche oder ähnliche Situationen sind vielen Lehrern bekannt und genau diese setzen an dem von Melanie hervor gebrachten Argument an. Eltern müssten eine entsprechende Bildung erhalten, denn nur wenn alle an einem Strang ziehen (auch das Kollegium untereinander) kann man wirklich etwas bewegen. Sicher werden nie alle der gleichen Meinung sein und vielleicht ist es auch schwierig, ein für alle zugängliches Menschenbild zu vermitteln - ich denke hier besonders an die Besonderheit interkultureller Erziehung, in der man zum einen allen Kulturen ihre Eigenheiten zugestehen sollte, sich andererseits aber auch auf gemeinsame Grundsätze (wie z.B. Gewaltfreiheit) einigen können sollte.
(Nur nebenbei bemerkt: auch in meinem Beispiel handelt es sich um ein Aufeinandertreffen von verschiedenen Kulturen und Metalitäten)
"Was das für mich heißt: alle die ein Kind auf die Welt setzen, müssen entsprechende Bildung erhalten. Cola ist nun mal keine Babynahrung, der Fernseher kein Babysitter und die stille Treppe kein Kinderzimmer.
Da die Generationen sich lieber isolieren und ihrem Ego die Zeit frönen, sind viele Jungeltern auf sich allein gestellt. Im Bus hört man verbale Gewaltattacken gegen Kleinkinder. usw. usf.
Frühkindliche Bildung ist mit Sicherheit keine schlechte Idee, greift aber nicht am Kern der Sache ein.
Mir ist klar, dass auch dies kein Allheilmittel ist, aber umso mehr Eltern wissen, worauf es ankommt in der Erziehung, desto höher ist die Chance, dass die Zahlen der Hilfebedürftigen in Kindergarten und Schule sinken kann."
Hierzu habe ich ein Beispiel, welches vielleicht verdeutlichen kann, dass Erziehung allein, ohne mitwirkende und willentliche Unterstützung der Eltern leider manchmal nicht viel verändern kann, da das Elternhaus nunmal die primäre soziale Umgebung eines Kindes ist.
Nun aber zu meinem Fallbeispiel...
Mir ist ein Fall bekannt, in dem eine Lehrerin einen Schüler von der ersten bis zur vierten Klasse begleitete und in all diesen Jahren relativ erfolglos versuchte, ihn von seinem respektlosen, gewalttätigen Verhalten abzubringen (er war fast täglich auf dem Schulhof in Prügelein verwickelt und zettelte diese häufig an, beleidigte Schüler und Lehrer, verweigerte die Mitarbeit im Unterricht usw.).
Die Lehrerin bemühte sich mit allen möglichen Methoden, dieses Verhalten einzudämmen - zum einen der Erziehung des Schülers willen zum anderen aber auch, um das Lernen und den Schulalltag der Mitschüler friedlicher gestalten zu können.
Sie versuchte ihn positiv zu bestärken, gab ihm täglich nach dem Unterricht in einem kurzen Gespräch feedback zu seinem Arbeits- und Sozialverhalten, um eventuelle Besserungen zu betonen, stand in Verbindung mit dem Schulpsychologen, schloss ihn andererseits aber auch von Klassenausflügen aus, wenn er die Bedingungen, um teilzunehmen, nicht erfüllte und setzte sich nicht zuletzt mit den Eltern in Verbindung, um mit ihnen gemeinsam an dem Problem arbeiten zu können.
Leider stellte sich heraus, dass die Eltern Gewalt ebenfalls als eine völlig normale Umgangs- und Erziehunsweise empfanden und in diesem Punkt nicht im Sinne der Erziehungsarbeit der Lehrerin agieren konnten und wollten.
Somit nützten auch diverse Methoden und Bemühungen recht wenig, da dem Schüler selbst Gewalt im eigenen Elternhaus als Lösung vorgelebt wurde.
Dieses Beispiel stimmt mich persönlich sehr traurig und ich kann mich sehr gut in die lähmende, hilflose Haltung der Lehrerin hinein versetzen, die trotz guter pädagogischer Ausbildung nur bedingt auf den Schüler einwirken konnte.
Ich denke solche oder ähnliche Situationen sind vielen Lehrern bekannt und genau diese setzen an dem von Melanie hervor gebrachten Argument an. Eltern müssten eine entsprechende Bildung erhalten, denn nur wenn alle an einem Strang ziehen (auch das Kollegium untereinander) kann man wirklich etwas bewegen. Sicher werden nie alle der gleichen Meinung sein und vielleicht ist es auch schwierig, ein für alle zugängliches Menschenbild zu vermitteln - ich denke hier besonders an die Besonderheit interkultureller Erziehung, in der man zum einen allen Kulturen ihre Eigenheiten zugestehen sollte, sich andererseits aber auch auf gemeinsame Grundsätze (wie z.B. Gewaltfreiheit) einigen können sollte.
(Nur nebenbei bemerkt: auch in meinem Beispiel handelt es sich um ein Aufeinandertreffen von verschiedenen Kulturen und Metalitäten)
am 24.05.2009 von Franziska Wehlmann bearbeitet.
Hallo Franziska,
danke, dass du diesen älteren Beitrag hervorgefischt hast. Die Aussagen verlieren ja nicht an Bedeutung nur weil das Forum hier chronologisch geordnet ist.
Die Frage dabei ist, wie erreichen wir alle Eltern. (Und nein ich schere hier nicht alle über einen Kamm, bin selbst Mutter von 2 Kindern und weiß um Grenzen, Erziehung, emotionale Belastungen und Schätze, Bedürfnisse...)
Die Schwangerschaftsberatung ist ein Pflichttermin, warum nicht auch ein verpflichtender Kurs für die ersten drei Lebensjahre der Kinder? In dieser Zeit wird der Grundstein gelegt, für alles was dann noch folgt. Prävention - nicht den Fokus auf Intervention und Rehabilitation.
Uns fehlen die regulierenden Familienstrukturen: Patchwork, Alleinerziehende und Kinderarmut erfordern aktives Umdenken für eine befruchtende, lebendige Gesellschaft.
In diesem Sinne... hoffe ich auf mehr Gleichgesinnte.
Viele Grüße, Melanie
danke, dass du diesen älteren Beitrag hervorgefischt hast. Die Aussagen verlieren ja nicht an Bedeutung nur weil das Forum hier chronologisch geordnet ist.
Die Frage dabei ist, wie erreichen wir alle Eltern. (Und nein ich schere hier nicht alle über einen Kamm, bin selbst Mutter von 2 Kindern und weiß um Grenzen, Erziehung, emotionale Belastungen und Schätze, Bedürfnisse...)
Die Schwangerschaftsberatung ist ein Pflichttermin, warum nicht auch ein verpflichtender Kurs für die ersten drei Lebensjahre der Kinder? In dieser Zeit wird der Grundstein gelegt, für alles was dann noch folgt. Prävention - nicht den Fokus auf Intervention und Rehabilitation.
Uns fehlen die regulierenden Familienstrukturen: Patchwork, Alleinerziehende und Kinderarmut erfordern aktives Umdenken für eine befruchtende, lebendige Gesellschaft.
In diesem Sinne... hoffe ich auf mehr Gleichgesinnte.
Viele Grüße, Melanie
Mal ein kleiner Ausflug auf die andere Seite - so stellt sich ein Unschooler zu dem Problem:
http://freiebildung.wordpress.com/2009/05/22/was-mich-wirklich-argert/
Was man auch darüber denken mag und kann: Er hat genau wie Alexander wenigstens in dem Punkt Recht, dass Konzepte und Angebote überhaupt nichts wert sind ohne die Menschen, die diese Angebote mit Leben füllen. Und es gibt eine Menge Konzepte im pädagogischen Bereich...
Der Schlüssel für mich als Lehrer, Eltern zu erreichen und aktiv zu beteiligen, ist Zeit. Für den Staat ist es aber wichtiger, dass ich verwalte, weil er das objektiv überprüfen kann. Ich schreibe z.B. gerade 3x die Liste der Ergebnisse meiner Abiturarbeiten ab: Alphabetisch, nach Güte und dann nochmal in eine Exceltabelle für mein Bundesland zu statistischen Zwecken (ich sag' jetzt besser nix zum Thema Datenschutz...). Damit werde ich ca. 30 Minuten meines Lebens beschäftigt sein...
Der Schlüssel in Skandinavien, Eltern zu erreichen, ist eine genau definierte Toleranzschwelle mit vielen pädagogischen Angeboten, nach deren Überschreiten heftigste Sanktionen erfolgen. Das was dort läuft, ginge hier in vielen Fällen als rechtsradikal durch (Führerscheinverbot, Sozialleistung auf null usw.).
Wir als Gesellschaft müssen uns entscheiden, dass uns Kinder und deren Bildung wichtig sind. Die finanziellen Aufwendungen müssen dann diese beschlossene Wichtigkeit ausdrücken. Das kann z.B. auch bedeuten, dass ich als Lehrer meine Familie von einem Gehalt nicht mehr ernähren kann (vielleicht wäre ich aber zufriedener...) - wenn es dann aber wie in Skandinavien qualifizierte Betreuungsangebote gäbe, könnte meine Frau auch arbeiten gehen, wie es - ich erwähnte es schon - in Skandinavien üblich ist.
Dann müssen wir über die Finanzierung reden. Der Föderalismus bewährt sich m.E. in diesem Punkt nicht. Würden wir die Mehrwertsteuer zweckgebunden für Bildungsprojekte um 2% erhöhen - ich wüsste nicht wer schreien würde. Geschrei gäbe es dann - typisch deutsch - um die Verteilung der Mittel in einem föderalen System...
Schweden hat sich entschieden. Die haben eine Staatsquote von über 50%...
Gruß,
Maik
http://freiebildung.wordpress.com/2009/05/22/was-mich-wirklich-argert/
Was man auch darüber denken mag und kann: Er hat genau wie Alexander wenigstens in dem Punkt Recht, dass Konzepte und Angebote überhaupt nichts wert sind ohne die Menschen, die diese Angebote mit Leben füllen. Und es gibt eine Menge Konzepte im pädagogischen Bereich...
Der Schlüssel für mich als Lehrer, Eltern zu erreichen und aktiv zu beteiligen, ist Zeit. Für den Staat ist es aber wichtiger, dass ich verwalte, weil er das objektiv überprüfen kann. Ich schreibe z.B. gerade 3x die Liste der Ergebnisse meiner Abiturarbeiten ab: Alphabetisch, nach Güte und dann nochmal in eine Exceltabelle für mein Bundesland zu statistischen Zwecken (ich sag' jetzt besser nix zum Thema Datenschutz...). Damit werde ich ca. 30 Minuten meines Lebens beschäftigt sein...
Der Schlüssel in Skandinavien, Eltern zu erreichen, ist eine genau definierte Toleranzschwelle mit vielen pädagogischen Angeboten, nach deren Überschreiten heftigste Sanktionen erfolgen. Das was dort läuft, ginge hier in vielen Fällen als rechtsradikal durch (Führerscheinverbot, Sozialleistung auf null usw.).
Wir als Gesellschaft müssen uns entscheiden, dass uns Kinder und deren Bildung wichtig sind. Die finanziellen Aufwendungen müssen dann diese beschlossene Wichtigkeit ausdrücken. Das kann z.B. auch bedeuten, dass ich als Lehrer meine Familie von einem Gehalt nicht mehr ernähren kann (vielleicht wäre ich aber zufriedener...) - wenn es dann aber wie in Skandinavien qualifizierte Betreuungsangebote gäbe, könnte meine Frau auch arbeiten gehen, wie es - ich erwähnte es schon - in Skandinavien üblich ist.
Dann müssen wir über die Finanzierung reden. Der Föderalismus bewährt sich m.E. in diesem Punkt nicht. Würden wir die Mehrwertsteuer zweckgebunden für Bildungsprojekte um 2% erhöhen - ich wüsste nicht wer schreien würde. Geschrei gäbe es dann - typisch deutsch - um die Verteilung der Mittel in einem föderalen System...
Schweden hat sich entschieden. Die haben eine Staatsquote von über 50%...
Gruß,
Maik
am 24.05.2009 von Maik Riecken bearbeitet.
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