mixxt

Hier kostenlos registrieren!

Willkommen bei mixxt!

Lesen, Rechnen, Schreiben...

Beitrag verlinken am 25.05.2009 geschrieben
  • nach oben
Auch ich zähle mich zu den Verfechtern des Unschooling und habe bereits im Titel des Beitrags meine Gedanken, die ich hier kurz äußern möchte, bevor ich auf meine Vorredner eingehe. Lesen, Rechnen, Schreiben... DIE Grundkompetenzen für eine erfolgreiche Schullaufbahn. Diese zentralen Kompetenzen sind Grundlage für jeden, wirklich jeden? Was ist mit Selbstbestimmung, Freiheit, Autonomie? Sollen wir diese Ideale aufgeben, nur damit alle Menschen zu gleichen Zeit, in der gleichen Einrichtung, im gleichen Alter, mit Menschen, die wir nicht mögen diese Kompetenzen erwerben, oder viel schlimmer noch die Möglichkeit bekommen, aber überhaupt nicht bereit dafür sind, weil wir uns eher Gedanken darüber machen, wie wir der nächsten Tracht Prügel entgehen oder wann wir mal wieder geliebt und nicht gehasst werden.
Die Operationalisierung in der Schule hat perverse Züge angenommen. Wir bewerten Menschen nach operationalisierbaren Lernzielen, um ihnen einzureden, dass sie nichts Wert sind oder besonders viel Wert haben, weil sie besonders gut nach den Macken ihrer Lehrer und Eltern ausgerichtet sind. Bei vielen Kinder hinterlässt dies ein Schaden, der im Falle von Schulmassakern zum äußersten führt. Freiheit, Autonomie und Selbstbestimmung haben diese Menschen, sowohl in der Schule als auch zu Hause nie erfahren.
Das Menschenbild ist hier wie oben schon erwähnt der zentrale Gedanke. Was ist den eigentlich ein Kind? Was ist ein Schüler? Was ein Minderjähriger? All diese Begriffe deuten doch auf ein klares Machtverhältnis hin. Und da müssen wir ran. Das Machtgefälle zwischen jungen und "verbrauchten" Menschen darf in der Pädagogik nicht weiter existieren (auch bei LdL wird dieses Verhältnis teilweise bis ganz aufgelöst). Das daraus resultierende Menschenbild zeugt von gegenseitigem Respekt, jeder achtet die Bedürfnisse anderer Mitmenschen, egal welchen Alters.
Jetzt zur Problematik Elternführerschein (dieses Wort schon... führen). Ich finde das diese Art der Bildung in die völlig falsche Richtung geht. Statt dem Menschen mehr Freiheit, Selbstbestimmung und Autonomie zu geben schränken wir ihn noch mehr ein. Wir haben mit unserer Zwangsschule, die Zwangsmenschen erzeugt – gerade die Eltern, die hier gemeint sind – die scheinbar »nicht in der Lage sind ihre Kinder richig zu erziehen«. Sie haben nie Selbstbestimmung erfahren, sie sind unfähig ihre eigenen Bedürfnisse richtig zu interpretieren und damit auch die ihrer Kinder und das hauptsächlich, weil sie total verschult und fremdbestimmt sind. Sie leben in einem Gefägnis um das ihr noch größere Mauern ziehen wollt. Was ihr ernten werdet ist mehr Hass und noch problemtischere gesellschaftliche Verhältnisse.
Menschen die für Elternführerscheine pledieren haben ein sehr eigenartiges Menschenbild. Es zeigt, dass das Klassendenken wieder Einzug hält. Jeder Mensch sollte in seiner Selbstbestimmung gestärkt und nicht geschwächt werden. Ich möchte keine Menschen zu Robotern machen, die „funktionieren«.
Eine weitere Fragem, die ich den Beführwortern dieser Idee stellen möchte ist: »Was sind denn gute Eltern?«. Wie könnt IHR euch anmaßen, dass zu entscheiden? Woher wisst IHR was ein Kind braucht und was nicht? Ich bin bespielsweise komplett gegen Erziehung und meine, dass das für MICH das beste Konzept des Umgangs zwischen jungen und »verbrauchten« Menschen ist und ich möchte jedem davon berichten, wie erfolgreich das ist, aber ich Maße mir nicht an, dass als das Beste und einzige System hinzustellen.
Noch ein kleiner Abstecher zu unserer ach so heiligen (göttlichen?) Sozialmoral. Jedwede Art sozialer Einrichtungen (auch Schulen) bringen Vorteile für die soziale Gerechtigkeit. Allerdings sollte man immer bedenken, dass sie allen Menschen einer zwangssozialen Gesellschaft Autonomie und Selbstbestimmung nimmt. Die, die viel haben (wohlmöglich aus eigenem Antrieb heraus aufgebaut) werden sich entweder üer die Schmarotzer des Sozialsystems aufregen oder werden Abgaben leisten und dafür ihr Ego aufpollieren. Die, die Sozialleistungen erhalten werden dazu animiert, eben nicht selbstbetimmt zu handeln, sondern sich in eine Abhängigkeit zu begeben, die an Pflichten gebunden ist. Je mehr wir die soziale Gerechtigkeit staatlich regulieren – und das passiert auch, wenn wir Eltern die Kompetenz absprechen für ihre Kinder zu sorgen – desto weniger werden sie Selbstbestimmtheit und Autonomie erfahren und damit an ihre Kinder weiergeben.
Die Schule selbst hat leider auch die Aufgabe – und da hilft gute Didaktik leider auch nicht viel – Menschen zu selektieren. Erst du diese Selektion machen die Menschen Erfahrungen, dass sie Bürger zweiter Klasse sind. Die gesellschaftliche Wertschätzung ist ebend nicht für alle Menschen gleich. Zeugnisse und Zertifikate sind in unserer Gesellschaft steuernde Elemente und erzeugen Klassenkampf. Die sogenannte Elite – zu der auch wir Lehrer oder werdende Lehrer gehören – maßt sich an die Menschen zu belehren, ein besseres Leben zu führen, die sie durch ihr System selbst erschaffen hat. Wie paradox ist das eigentlich?
Dieser Beitrag ist leider sehr polemisch geworden. Ich komme immer etwas in rage wenn ich über gesellschaftliche Probleme spreche. Der Ansatz von unschooling ist meiner Meinung nach zukunftsweisend. Auch LdL passt gut in diesen Ansatz und zeigt, das Autodidaktik gerade im Internet einen hohen Stellenwert einnimmt. Befreien wir die Bildung von der Schule so wie wir die Religion von der Kirche befreit haben. Gegen Zeugnisse, gegen Selektion, gegen Freiheitsberaubung, für Autonomie, für Selbstbestimmung, für mehr Vertrauen in unsere Mitmenschen.

In diesem Sinne, Thomas
Beitrag verlinken am 25.05.2009 geschrieben
  • nach oben
Thomas, irgendwie finde ich, dass du an einer ziemlichlich fragwürdigen Stelle ansetzt (ich sage bewusst nicht falsch, denn dann würde ich wahrscheinlich schon wieder zu sehr "führen" , mir fällt aber auch gerade kein besseres Wort ein, denn auch ich bin während des Lesens gerade ien wenig in Rage geraten).
Deine Ideale sind sicherlich beeindruckend und ich denke sehr viele Menschen sind für Freiheit und Selbstbestimmung - auch Lehrer und auch ich. Doch frage ich mich ganz ehrlich, wie stellst du dir denn die praktische Umsetzung vor? Mal angenommen wir liefern Kindern kein Input mehr und sie bilden sich rein aus dem selbst entwickelten Drang dazu, sollen sie sich dann erst selbst Lesen und Schreiben beibringen, damit sie über einen wirklich freien Zugang zu dem für sie relevanten Wissen verfügen? Oder darf ich sie dann in dem Falle doch "führen" und ihnen diese Basiskompetenzen vermitteln?
Wie kommunizieren wir dann überhaupt, ohne Regeln?? Sprache ist durch Regeln geprägt und diese bilden nun mal die Grundlage jeglicher verständlichen Diskussion. Und wenn ich Menschen die Freiheit geben möchte, ihre eigene Meinung frei äußern zu können, müssen sie nun mal die Kenntnis dieser grundlegenden Regeln besitzen, die ich ihnen vermittele...Also wie weit führt denn dein Ansatz?
Bildung bildet meiner Ansicht nach eine wesentlich Grundlage für Selbstbestimmung, um sich von gewissen Dingen abgrenzen bzw. andere annehmen zu können und auch für bewusste Freiheit (und wenn sie unreflektiert ist, macht sie dann überhaupt glücklich?)
Nicht jedes Wissen ist Herrschaftswissen und was ist denn so schlecht daran, wenn Eltern die Möglichkeit geboten wird, sich freiheitlich für eine Unterstützung oder Weiterbildung in Erzeihungsfragen zu entscheiden?? Das wäre meiner Meinung nach doch schon mal ein guter Ansatzpunkt. Natürlich würde ich mir nicht anmaßen zu entscheiden, wer Kinder in die Welt setzen darf und wer nicht. Und es gibt sicher viele Eltern, die an sich gute Eltern sind und wiederum andere sind der Meinung, sie wären es nicht. Das ist natürlich Ansichtssache und es spricht auch nichts dagegen. Allerdings sollten sich Eltern ihrer Erziehung und Verantwortung bzw. auch dessen bewusst sein, welche Werte sie ihren Kindern vermitteln und weshalb. Und das wiederum setzt meiner Meinung nach Bildung voraus. Du bist auch ein Produkt deiner Erziehung und kannst jetzt dank deiner Bildung derartige Gedanken äußern.
Wenn jeder völlig sich selbst überlassen wäre, wäre er gleichzeitig wahrscheinlich auch seiner angeborenen Umwelt ausgeliefert und die Klassen, von denen du sprichst, wären total verfestigt, da ein Kind bspw., das in Verhältnissen geboren wird, denen es durch Wissen und die Kenntnis anderer Lebensweisen entweichen möchte und vielleicht auch würde, kaum eine Chance erhalten würde, sich daraus zu befreien, bzw. sich der möglichen Freiheit vielleicht gar nicht erst bewusst wäre.
Ich bin auch Befürworter von Freiheit und Selbstbestimmung, allerdings möchte ich auch Kindern einen Schlüssel zu dieser für sie vielleicht verborgenen Tür geben, die aus ihren Umwelt heraus nur schwer einen Zugang erhalten würden. In Kooperation und überhaupt erst einmal Kommunikation mit dem Elternhaus wäre das wesentlich effektiver und wenn es nur dazu führt, dass sie sich ihrer Erziehung bewusst werden.
Beitrag verlinken am 26.05.2009 geschrieben
  • nach oben
"Franziska Wehlmann":
Deine Ideale sind sicherlich beeindruckend und ich denke sehr viele Menschen sind für Freiheit und Selbstbestimmung - auch Lehrer und auch ich. Doch frage ich mich ganz ehrlich, wie stellst du dir denn die praktische Umsetzung vor?

Ok, praktisch kann das ganze Grundsätzlich genau so aussehen. Ich stelle mir Bildungslandschaften vor. Bildung muss von der Schule befreit werden. Jeder und ich sage wirklich jeder Mensch möchte die Kulturtechnik des Lesens und Schreibens lernen. Die Frage ist nur wann. Wenn wir Menschen diese Möglichkeit bieten und sie sich bewusst dafür entscheiden, werden sie es lernen. Außerdem gibt es viele Bildungsräume (Zoo, Bibliothek, Theater, Museum, Vereine, Internet, Fernseher, Radio) all diese leisten heute Bildungsarbeit ohne, dass dies gewürdigt wird. In einer freien Bildungslandschaft können diese Einrichtungen gestärkt werden und sich entfalten.
"Franziska Wehlmann":
Mal angenommen wir liefern Kindern kein Input mehr und sie bilden sich rein aus dem selbst entwickelten Drang dazu, sollen sie sich dann erst selbst Lesen und Schreiben beibringen, damit sie über einen wirklich freien Zugang zu dem für sie relevanten Wissen verfügen? Oder darf ich sie dann in dem Falle doch "führen" und ihnen diese Basiskompetenzen vermitteln?

Du verwechselst hier etwas. Ich bin nicht dafür die Menschen dumm zu halten, im Gegenteil, ich möchte sie aus ihrer Unmündigkeit befreien. Wenn ich dir etwas zeige und du es dann verstanden hast, führe ich dich nicht, sondern ich gebe dir Informationen, die du von mir wünschst, um deine Erfahrungen zu machen. Nichts anderes geschieht in einer freien Bildungslandschaft.
"Franziska Wehlmann":
Wie kommunizieren wir dann überhaupt, ohne Regeln?? Sprache ist durch Regeln geprägt und diese bilden nun mal die Grundlage jeglicher verständlichen Diskussion. Und wenn ich Menschen die Freiheit geben möchte, ihre eigene Meinung frei äußern zu können, müssen sie nun mal die Kenntnis dieser grundlegenden Regeln besitzen, die ich ihnen vermittele...Also wie weit führt denn dein Ansatz?

Also prinzipiell beherrschen wir etwas dann, wenn wir es anwenden und nicht wenn wir davon lediglich Kenntnis erlangen. Kenntnis über das Braten eines Schnitzel führen nicht zwangläufig zu einem guten Mittagessen, man muss es auch zubereiten und das bedeutet »Know that« und nicht »Know how«. Ähnlich ist es mit Regeln, diese lernen wir durch Handeln und nicht durch Wissen. Das wird auch dabei nicht zu kurz kommen. Auch du und ich verwenden Regeln. Auch Kinder haben Regel des Umgangs. Die können wir auch einfordern wenn wir nicht in der Schule sind.
"Franziska Wehlmann":
Bildung bildet meiner Ansicht nach eine wesentlich Grundlage für Selbstbestimmung, um sich von gewissen Dingen abgrenzen bzw. andere annehmen zu können und auch für bewusste Freiheit (und wenn sie unreflektiert ist, macht sie dann überhaupt glücklich?)
Nicht jedes Wissen ist Herrschaftswissen und was ist denn so schlecht daran, wenn Eltern die Möglichkeit geboten wird, sich freiheitlich für eine Unterstützung oder Weiterbildung in Erziehungsfragen zu entscheiden??

Ich hab nichts gegen die freie Entscheidung sich in Erziehungsfragen zu bilden, aber du siehst bereits am Wort »sich bilden« ist ein aktiver Prozess, der vom Subjekt initiiert werden muss. Das Menschen ein Recht auf Bildung haben möchte ich nicht nur nicht bestreiten sondern sogar ausdrücklich hervorheben. Ein Recht ist allerdings keine Pflicht sondern eben nur ein Recht. Zwangsbeglückung ist der falsche Weg, jeder Mensch muss selbst entscheiden wie er glücklich wird, das kannst und darfst du als Lehrerin nicht entscheiden. Selbstbestimmung hat nichts mit Bildung zu tun sondern mit dem Sein.
"Franziska Wehlmann":
Allerdings sollten sich Eltern ihrer Erziehung und Verantwortung bzw. auch dessen bewusst sein, welche Werte sie ihren Kindern vermitteln und weshalb.

Die Frage ist, warum sie es nicht sind, was ja in deiner Aussage mitschwingt? Haben sie in der Schule einfach nicht zugehört, hatten sie einfach schlechte Lehrer oder sind sie genetisch oder sozial vorbelastet? Egal, wie du diese Frage beantwortest, für ihre Kinder wird einfach das gleiche Schicksal eintreten, wenn du mit diesem Menschenbild Schüler »solcher Eltern« unterrichtest. Wertevermittlung bedeutet außerdem, dass du ihnen sagst, was richtig und was falsch ist, das wiederum ist problematisch, denn woher weist du, was richtig ist und was nicht, das ist Anmaßung?
"Franziska Wehlmann":
Du bist auch ein Produkt deiner Erziehung und kannst jetzt dank deiner Bildung derartige Gedanken äußern.

Natürlich bin auch ich Produkt meiner Erziehung, aber in der Schule habe ich mein kritisches Denken nicht gelernt, dass kannst du mir glauben. Im Gegenteil, mir wurde 8 Jahre lang eingeredet, dass ich nicht fähig bin ein Abitur zu machen und zum Studieren reicht es gleich gar nicht. Im Gegensatz zu vielen anderen viel es mir nicht schwer den Stoff des Unterrichts zu folgen sondern mich durch die Schulzeit quälen und die ganze Schikane über mich ergehen zu lassen. Mir war schnell klar, dass es so nicht weitergehen kann. Jetzt werde ich Lehrer.
Das kritische Denken habe ich mir durch viele, sehr viele Gespräche mit meinen Freunden angeeignet und dass natürlich nicht im Unterricht, sondern zu Hause zwischen einer Partie Doom und Command and Conquer.
"Franziska Wehlmann":
Wenn jeder völlig sich selbst überlassen wäre, würde er sich der möglichen Freiheit vielleicht gar nicht erst bewusst werden.

Wie gesagt ein Recht auf Bildung muss es geben aber eben keine Pflicht.
"Franziska Wehlmann":
In Kooperation und überhaupt erst einmal Kommunikation mit dem Elternhaus wäre das wesentlich effektiver und wenn es nur dazu führt, dass sie sich ihrer Erziehung bewusst werden.

Gegen Kooperation habe ich nichts, sie soll jedoch auf Freiwilligkeit beruhen und das sehe ich beim Elternführerschein einfach nicht.
Beitrag wurde am 27.05.2009 vom Verfasser bearbeitet
Beitrag verlinken am 02.06.2009 geschrieben
  • nach oben
"Die Leistungserbringer sind zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität der von ihnen erbrachten Leistungen verpflichtet. Die Leistungen müssen dem jeweiligen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse entsprechen und in der fachlich gebotenen Qualität erbracht werden."
Eine schöne Richtlinie
Warum hat das Hessische Kultusministerium dann jahrelang auf Verwendung von LUSD bestanden und tut es noch trotz mehrmaligen Ministerwechsels?
Warum unterrichten dann noch nicht alle Schulen nach LdL?

Die Forderung "Elternführerschein" steht vor demselben Problem. Wer sich nicht selbst erziehen kann, wie soll er es bei Kindern erreichen?

Selbstverständlich zielen beide Überlegungen in eine richtige Richtung: Wir müssen die Qualität von Unterricht und Erziehung verbessern. Das kann aber nicht gelingen, wenn man nicht zuvor die Personen, die unterrichten und erziehen werden, stärkt.
Das kann nicht allein die Ausbildung leisten. Soll man alle Menschen sterilisieren, die beim Elternführerschein durchfallen? Soll man nur diejenigen unterrichten lassen, die "nachweislich" 35 Jahre lang allen Belastungen des in dieser Zeit sich entwickelnden Bildungssystems gewachsen sein werden?
Was man u.a. braucht, sind Unterstützungssysteme.
In Großbritannien werden alle (!) jungen Eltern einige Wochen nach der Geburt besucht. Psychologische Unterstützung können in der Phase alle jungen Eltern gebrauchen. Manchen mangelt es an Informationen für ihren Spezialfall. Manche sind hoffnungslos überfordert. Wenn alle Eltern besucht werden, braucht man nicht eine Gruppe von Müttern zu diskriminieren, von der man annimmt, dass relativ viele von ihren überfordert sein werden.
In Finnland gibt es weit mehr Schulpsychologen als bei uns. Eine Psychologin, die an unserer Schule als Teilzeitkraft arbeitete, stellte fest, dass 80% der Problemfälle nicht schulisch bedingt waren. Psychologen an Schulen könnten also nicht nur Lehrer da helfen, wo diese überfordert sind, sondern auch Eltern und Schülern.
Beitrag wurde am 02.06.2009 vom Verfasser bearbeitet
  • Statistiken: 34 Beiträge | 6475 Aufrufe

Hier anmelden

Du bist noch kein Mitglied der Community?

alternative Logins

Melde dich alternativ mit deinem Zugang eines Drittanbieters an.

Community-Details

  • Suche nach:

  • Community-Name

    Maschendraht-Community
    Vernetzung von Schule, Bildung und Forschung für Einsteiger, Interessierte und Netzwerker

  • Dein Gastgeber ist

    Melanie Gottschalk

  • Online seit

    08.11.2008

  • Mitglieder

    288

  • Sprache

    Deutsch